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Dies & Das zum Nachwuchs

„Ein Traum geht in Erfüllung“

Unser Top-Nachwuchs: Die Entscheidung für Eishockey hat Jonas May weit gebracht. Jetzt wechselt das Talent aus der Wedemark zu den Kassel Huskies und rückt der Profikarriere ein großes Stück näher.

Wedemark.

Die Geschichte beginnt eigentlich im Jahr 2021. Damals war Jonas May zarte zwölf Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt spielt er schon länger Inlinehockey bei den Bissendorfer Panthers. Doch es sollte lieber Puck statt Ball sein. „Ich habe Papa gesagt, dass ich Eishockey statt Inlinehockey spielen möchte“, erinnert er sich. Und Papa stimmte zu. 

In den zwei Jahren danach spielte der Junge aus der Wedemark in der U13 der ESGH, das ist eine Eishockey-Spielgemeinschaft - die Kooperation zwischen Scorpions und Indians. Die ESGH besitzt jedoch keine U17. Bis 2026 war er daher bei den Lausitzer Jungfüchsen im Einsatz, mit dem Nachwuchs aus Weißwasser stieg er unter Trainer Marius Stöber mit der U17 zum Abschluss in die DNL 1 auf. Und nun gibt es den nächsten Schritt in der Laufbahn von Jonas May, der durch seinen Einstieg als Zwölfjähriger fast schon ein Spätstarter ist: Er wechselt ab 1. August zu den Kassel Huskies, spielt dort in der U20 unter Sven Valenti.

„Klarer Plan ist, ....“

„Er soll sich jetzt in Kassel einleben. Und auch in Hamm mal mittrainieren und dort in der Oberliga spielen. Das sprechen wir alles ab. Klarer Plan ist auf jeden Fall, Jonas zum Profi zu formen“, sagt Marcel Christ. Er führt zusammen mit dem ehemaligen Scorpions-Profi Patrick Klöpper die Spieleragentur K & C. Die Agentur legte im Juni 2025 los und hat derzeit elf Spieler in ihrer Kartei - darunter auch Jonas May. Unter seinem früheren Nachnamen Junker ist Christ in der Wedemark als ehemaliger Fanbeauftragter bekannt. Er hat einen persönlichen Draht zur Familie und kennt sie schon länger, macht den Job für die Mays wegen der Verbundenheit auch kostenfrei. Damals war mit Kay May der Vater von Jonas schon Leiter des Sicherheitsdienstes. Am 4. März 2026 verstarb Kay May plötzlich.

In Weißwasser lebte Jonas bislang in einem Sportinternat. Dort endet für ihn das Schuljahr Anfang Juli. In Kassel wird er ab August mit Teamkollegen eine Wohngemeinschaft bilden. Auch in Kassel ist die Unterkunft und die Sportförderung mit der Schule verbunden. Die hat Jonas, der im August 17 Jahre alt wird, ebenfalls in Kassel vor Ort. Der Stundenplan fürs Eishockey ist sportlich: Es gibt sechsmal pro Woche Eis-Training - zweimal vor der Schule, zweimal nach der Schule. Außerdem geht es viermal pro Woche ins Fitnessstudio.

Wieder näher an der Familie

„Bei den Huskies zu spielen, da geht für mich ein Traum in Erfüllung“, sagt Jonas. Die erste Herrenmannschaft der Nordhessen wurde in der abgelaufenen Saison Vizemeister in der DEL 2 und scheiterte an den Krefeld Pinguinen am Aufstieg in die DEL. Weitere Vorfreude gibt es aus einem anderen Grund: „Ich bin nun näher dran an zu Hause.“ Seine Familie lebt auch weiterhin in der Wedemark.

Angefangen hat Jonas May als Verteidiger. In seiner zweiten U17-Saison wurde der Linksschütze zum Stürmer umgeschult. Im Angriff kann er alles spielen - auch Center. Und Tore schießt er auch noch. In der Meistersaison 25/26 mit den Jungfüchsen gelangen ihm in 16 Spielen 13 Treffer, außerdem verbuchte er 15 Torvorlagen.

Dass er es zum Profi schaffen kann, daran glaubt Marcel Christ. Weil er den Biss und den Willen seines Schützlings kennt. Er nennt ein Beispiel aus einem Spiel der vergangenen Saison - gegen die Huskies. Die Lausitzer lagen mit zwei Toren zurück. Jonas spielte trotz Fieber, erzielte zwei Tore zum 4:4 - am Ende gewannen die Jungfüchse nach Penaltyschießen. Da haben sie in Kassel schon mal gesehen, was sie bekommen. „Dieses Spiel hat seine Mentalität gezeigt“, sagte Christ. Gut, dass er sich damals für Eishockey entschieden hat - lieber Puck als Ball.

Quellenangabe: Wunstorf vom 13.07.2026, Seite 6

Dietmar Rumpf 1. Vorsitzender Scorpions Club e.V. & Fanbeauftragter Hannover Scorpions